Franka Potente probiert es in "Creep" als Scream-Queen und verirrt sich im Londoner U-Bahn-Labyrinth. Dabei wollte sie doch eigentlich nur George Clooney treffen.
Ich hätte "Creep" ausgelassen. Die bestenfalls durchschnittlichen Kritiken hielten mich von einem Kinobesuch ab. Obwohl mir die Kurzinfo zum Film gar nicht mal uninteressant erschien. Doch erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. Warum die Meinungsänderung? Ganz einfach: Gewinnspiele sind nun mal da um gewonnen zu werden. Das klappt zwar nicht immer, in diesem Fall brachte es mir allerdings zwei Tickets für das Preview von "Creep" ein. Und was tut man nicht alles, solange man nichts dafür bezahlen muss.
"Creep" handelt in den schaurig schönen Tunneln der Londoner U-Bahn. Als Kate (Franka Potente) nachts auf den letzten Zug wartet, nickt sie ein und stellt kurz darauf fest, dass sie sich ganz allein auf dem Bahnsteig befindet. Die letzte U-Bahn ist längst abgefahren. Die Rolltreppen sind außer Betrieb, die Ausgänge vergittert. Als plötzlich doch noch eine U-Bahn kommt, beginnt für die junge Deutsche ein Albtraum. Wenig später ist Kate auf der Flucht. Sie rennt und rennt. So schnell und weit sie nur kann. Doch schon bald merkt Kate, dass sie in dem dunklen Tunnelsystem nicht der einzige Mensch ist, dem eine mysteriöse Kreatur an die Gurgel will.
B-Horror für Hartgesottene.
Ich wurde gewarnt: "Vorsicht! Dieser Film ist nichts für schwache Nerven, sondern nur für Film-Freaks, die nichts gegen viel Blut auf der Leinwand haben." Wer die ersten Szenen von "Creep" zu Augen bekommt, kann diesen Worten nur zustimmen. Ich bin Splatter-Filme gewöhnt und muss zugeben, dass ich in der ersten Hälfte des Streifens nicht bloß einmal zusammengezuckt bin. Das gruselige Untergrundbahnsystem trägt dazu natürlich einiges bei. Regisseur Christopher Smith drehte den Großteil seines Spielfilm-Debuts an Originalschauplätzen und verwendete dabei eine stillgelegte U-Bahn-Station. London-Fans werden bei diesem Anblick jedenfalls begeistert sein.
Es hätte ein richtig guter Horrorschocker werden können, ginge "Creep" mit Fortdauer nicht die Puste aus. Die Handlung wird dabei immer unglaubwürdiger und vorhersehbarer. Da können irgendwann selbst die blutigsten Effekte nicht mehr darüber hinwegtäuschen. Das geht schlussendlich sogar soweit, dass die eigentlich grausamen Szenen einfach nur mehr lächerlich rüberkommen. Ich habe versucht mich zu beherrschen. Trotz reger Bemühungen musste ich nach einer Stunde dann doch in Gelächter ausbrechen. Ich war nicht der einzige.
Creep
Regie: Christopher Smith.
Mit Franka Potente, Sean Harris, Vas Blackwood.
11.03.2005
[creepthemovie.co.uk]
Ich hätte "Creep" ausgelassen. Die bestenfalls durchschnittlichen Kritiken hielten mich von einem Kinobesuch ab. Obwohl mir die Kurzinfo zum Film gar nicht mal uninteressant erschien. Doch erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt. Warum die Meinungsänderung? Ganz einfach: Gewinnspiele sind nun mal da um gewonnen zu werden. Das klappt zwar nicht immer, in diesem Fall brachte es mir allerdings zwei Tickets für das Preview von "Creep" ein. Und was tut man nicht alles, solange man nichts dafür bezahlen muss.

B-Horror für Hartgesottene.
Ich wurde gewarnt: "Vorsicht! Dieser Film ist nichts für schwache Nerven, sondern nur für Film-Freaks, die nichts gegen viel Blut auf der Leinwand haben." Wer die ersten Szenen von "Creep" zu Augen bekommt, kann diesen Worten nur zustimmen. Ich bin Splatter-Filme gewöhnt und muss zugeben, dass ich in der ersten Hälfte des Streifens nicht bloß einmal zusammengezuckt bin. Das gruselige Untergrundbahnsystem trägt dazu natürlich einiges bei. Regisseur Christopher Smith drehte den Großteil seines Spielfilm-Debuts an Originalschauplätzen und verwendete dabei eine stillgelegte U-Bahn-Station. London-Fans werden bei diesem Anblick jedenfalls begeistert sein.
Es hätte ein richtig guter Horrorschocker werden können, ginge "Creep" mit Fortdauer nicht die Puste aus. Die Handlung wird dabei immer unglaubwürdiger und vorhersehbarer. Da können irgendwann selbst die blutigsten Effekte nicht mehr darüber hinwegtäuschen. Das geht schlussendlich sogar soweit, dass die eigentlich grausamen Szenen einfach nur mehr lächerlich rüberkommen. Ich habe versucht mich zu beherrschen. Trotz reger Bemühungen musste ich nach einer Stunde dann doch in Gelächter ausbrechen. Ich war nicht der einzige.

Regie: Christopher Smith.
Mit Franka Potente, Sean Harris, Vas Blackwood.
11.03.2005
[creepthemovie.co.uk]
wasix - 10. Mär, 01:23 - [2005 Filme]