Ray Charles schüttelte Welthits praktisch aus dem Ärmel. Von "Teufelsmusik" war die Rede. Dabei kreierte er bloß seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. "Ray" erzählt seine Geschichte.
Ray Charles war niemals Teil meiner Welt. Wohl auch deshalb, weil Soul nur selten den Weg in meinen CD-Player findet. Wobei auch in diesem Fall mal wieder so manche Ausnahme die Regel bestätigt. Da wären hinsichtlich zeitgemäßem Rhythm & Blues Erykah Badu und D'Angelo. Oder beim Soul älteren Semesters Marvin Gaye und Isaac Hayes. Viel mehr ist es nicht. Ray Charles war jedenfalls nie dabei. Was man durchaus als Fehler bezeichnen kann. Immerhin zählt der Mann zu den Legenden im Musikgeschäft. Warum also nicht die vorhandene Wissenslücke schließen und mehr über Ray Charles in Erfahrung bringen. Der aktuelle Kinostreifen "Ray" bietet die Möglichkeit dazu.
Gottes Musik und Teufels Werk
"Ray" behandelt die dramatische Lebensgeschichte des begnadeten Musikers. Da erfährt man von seiner schweren Kindheit in einem Armenviertel Floridas. Vom Tod seines kleinen Bruders. Und wie Ray im Alter von sechs Jahren erblindet. Das alles kann ihn aber nicht davon abhalten seinen Traum vom Musikmachen zu verwirklichen. Mit 17 reist er auf eigene Faust nach Seattle und startet eine Karriere als Sänger und Pianist. Zwischen Jazz, Country, Gospel und R&B entwickelt Ray Charles seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Der unaufhaltsame Aufstieg eines Genies nimmt seinen Lauf.
Neben all den Höhen gibt es im Leben von Ray Charles aber auch jede Menge Krisen und Tiefschläge. Noch Jahrzehnte nach dem Tod seines Bruders macht er sich Vorwürfe. Dazu kommen die Probleme des täglichen Tourlebens: Rassentrennung, sexuelle Eskapaden und Drogensucht. Ray entwickelt sich während seiner Konzertreisen immer mehr zum Junkie. Das führt sogar soweit, dass aufgrund der Heroinsucht seine ganze Karriere gefährdet ist. Ray Charles muss sich entscheiden: Musik oder Drogen.
Die Musik und der Mann dahinter
"Ray" bietet eine wunderbar erzählte Geschichte, die auch für Nicht-Fans empfehlenswert ist. Jeder, der sich auch nur ein bisschen für Musik interessiert, wird an dieser Verfilmung Gefallen finden. Da folgt Hit auf Hit. Klassiker wie "Unchain My Heart", "Georgia On My Mind" oder "Hit The Road, Jack". Passend dazu spielt Jamie Foxx die Rolle seines Lebens. Der ehemalige Stand-Up-Comedian verkörpert Ray Charles perfekt. Zumindestens eine Oscar-Nominierung ist ihm damit wohl sicher. Wenn es etwas an "Ray" zu bemängeln gibt, dann ist es die Spieldauer von 152 Minuten. Da hätten wohl knapp zwei Stunden auch gereicht.
Regisseur Taylor Hackford arbeitete für diesen Film über mehrere Jahre eng mit Ray Charles zusammen. So konnte dieser auch Einfluss auf das Drehbuch nehmen, die Musik mit auswählen und eigens für den Film neue Stücke einspielen. Die erste Rohfassung von "Ray" wurde von ihm sogar höchstpersönlich abgesegnet. Zu mehr sollte es leider nicht kommen. Ray Charles starb vergangenen Juni im Alter von 73 Jahren an einer Lebererkrankung.
Ray
Regie: Taylor Hackford.
Mit Jamie Foxx, Kerry Washington, Regina King.
14.01.2005
[raymovie.com]

Gottes Musik und Teufels Werk
"Ray" behandelt die dramatische Lebensgeschichte des begnadeten Musikers. Da erfährt man von seiner schweren Kindheit in einem Armenviertel Floridas. Vom Tod seines kleinen Bruders. Und wie Ray im Alter von sechs Jahren erblindet. Das alles kann ihn aber nicht davon abhalten seinen Traum vom Musikmachen zu verwirklichen. Mit 17 reist er auf eigene Faust nach Seattle und startet eine Karriere als Sänger und Pianist. Zwischen Jazz, Country, Gospel und R&B entwickelt Ray Charles seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Der unaufhaltsame Aufstieg eines Genies nimmt seinen Lauf.
Neben all den Höhen gibt es im Leben von Ray Charles aber auch jede Menge Krisen und Tiefschläge. Noch Jahrzehnte nach dem Tod seines Bruders macht er sich Vorwürfe. Dazu kommen die Probleme des täglichen Tourlebens: Rassentrennung, sexuelle Eskapaden und Drogensucht. Ray entwickelt sich während seiner Konzertreisen immer mehr zum Junkie. Das führt sogar soweit, dass aufgrund der Heroinsucht seine ganze Karriere gefährdet ist. Ray Charles muss sich entscheiden: Musik oder Drogen.
Die Musik und der Mann dahinter
"Ray" bietet eine wunderbar erzählte Geschichte, die auch für Nicht-Fans empfehlenswert ist. Jeder, der sich auch nur ein bisschen für Musik interessiert, wird an dieser Verfilmung Gefallen finden. Da folgt Hit auf Hit. Klassiker wie "Unchain My Heart", "Georgia On My Mind" oder "Hit The Road, Jack". Passend dazu spielt Jamie Foxx die Rolle seines Lebens. Der ehemalige Stand-Up-Comedian verkörpert Ray Charles perfekt. Zumindestens eine Oscar-Nominierung ist ihm damit wohl sicher. Wenn es etwas an "Ray" zu bemängeln gibt, dann ist es die Spieldauer von 152 Minuten. Da hätten wohl knapp zwei Stunden auch gereicht.
Regisseur Taylor Hackford arbeitete für diesen Film über mehrere Jahre eng mit Ray Charles zusammen. So konnte dieser auch Einfluss auf das Drehbuch nehmen, die Musik mit auswählen und eigens für den Film neue Stücke einspielen. Die erste Rohfassung von "Ray" wurde von ihm sogar höchstpersönlich abgesegnet. Zu mehr sollte es leider nicht kommen. Ray Charles starb vergangenen Juni im Alter von 73 Jahren an einer Lebererkrankung.

Regie: Taylor Hackford.
Mit Jamie Foxx, Kerry Washington, Regina King.
14.01.2005
[raymovie.com]
wasix - 21. Jan, 13:42 - [2005 Filme]
srocca - 6. Feb, 14:29:
Soundtrack
Ich könnte mir vorstellen, dass der Soundtrack zum Film ziemlich gute Verkaufszahlen erreicht. Ein Ray-Charles-Boom, den er selbst nicht mehr miterleben kann.
wasix - 6. Feb, 18:24:
musikunterricht
bei mir zeigt der film jedenfalls schon wirkung. hab' gestern "liberty heights" gesehen und da hörte man in einer szene im autoradio ein lied von ray charles. und siehe da: ich wusste, dass er es war.anmerkung: der song hieß nicht "hit the road, jack".