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Nach ihrem umjubelten Gig im Flex kehren die Dresden Dolls am 14.06. als Support-Act von Nine Inch Nails nach Wien zurück...

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www.nin.comTicket: Arena, 14.06.2005 Trent Reznor www.dresdendolls.com
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Waiting For Halo_Nineteen. Part_Ten.
The Fragile [2]


"The Fragile" ist in Disc Left und Disc Right geteilt. Gravierende Unterschiede sind dabei keine auszumachen. Wenn man die beiden CD's schon unbedingt gegenüberstellen muss, dann ist es wohl die erste bzw. linke, die den etwas typischeren NIN-Sound beinhaltet, während die zweite bzw. rechte die etwas experimentelleren Stücke aufweist.

The Day The World Went Away.

Trent Reznor"The Fragile" wird mit jenem Song eröffnet, der noch am ehesten die Stimmung von "The Downward Spiral" einfängt. "Somewhat Damaged" beginnt mit stets wiederholenden Akustik-Akkorden, die sich mit Aufbau des Stückes zur industriellen Disharmonie entwickeln. Alles scheint beim alten: Reznor schreit, Maschinenbeats hämmern, die Welt ist grausam. Doch dann das: Dröhnende Synthies leiten zu Unmengen an Glam-Rock-Gitarren über, die für eine fast schon symphonische Grundstimmung sorgen. Abrupter Abruch. Pumpende Bassläufe untermalen acht Zeilen zerbrechlich wirkenden Text. Es folgen akustische Klänge, die sich als Ukulele herausstellen und die Rückkehr zu den anfänglich massiven Gitarrenläufen. Hymnischer Na-Na-Na-Gesang steigert sich dem Ende entgegen. Schluss der Vorstellung. Was man eben gehört hat, enthebt sich jeder Beschreibung. War es Prog-Rock? Oder Cyber-Pop? Wie auch immer. Jedenfalls fehlten jedliche Drums oder Percussions. Merkwürdig, aber genial.

Die angestimmte Soundfarce geht nahtlos in ambiente Töne und helle Pianoklänge über. "The Frail" ist eines jener zahlreichen Instrumentals, welche die Übergänge zwischen den gewichtigen Stücken des Albums darstellen. Eines davon ist "We're In This Together", ein fast schon komödiantisch aggressiv wirkendes Stück. Einzig die Ein- und Ausleitung entsprechen mit blubbernden Keyboard- und Gitarren-Effekten der Erwartung besonderer Soundexperimente. Hätte Reznor eine einzelne CD mit solchen Stücken aufgenommen, seine alteingesessene Fangemeinde hätte frohlockt.

Doin’ The Debussy.

Das zugleich wunderschöne als auch mystische "La Mer" basiert auf einer einfachen Pianomelodie, die mit Fortdauer von groovende Beats überrollt wird. Reznor hatte das Grundgerüst dieses Stückes während einer einwöchentlichen Songwriter-Isolation geschrieben. Auf Anraten von Freund und Produzent Rick Rubin zog er sich in den Anfangstagen der Entstehung von "The Fragile" in eine einsame Hütte in Kalifornien zurück und versuchte ausschliesslich mit Klavier und Aufnahmegerät zu komponieren. Der Versuch scheiterte. "La Mer" blieb der einzig nennenswerte Output.

"Into The Void" ist das wahrscheinlich coolste Stück des Albums. So eine Art "Closer" im New-Wave-Gewand, nur ohne anzügliche Texte. Funky Maschinenrhythmen vereinen Prince mit Kraftwerk, wobei über all dem ein Hauch Einstürzende Neubauten steht. Bestes Beispiel dafür, dass es vor allem das Gespür für die richtigen Beats ist, welches das Talent von Reznor ausmacht. Egal ob wüst oder verträumt, er findet stets die passende Rhythmusuntermalung. So auch bei "Starfuckers, Inc.", das mit seinen hippen Jungle-Drums eigentlich die perfekte Single-Auskoppelung des Albums ist. Wäre da nicht dieser Songtitel. Auch wenn dieser nur als Scherz zu verstehen ist. Ausgenommen sind die Personen Courtney Love und Marilyn Manson.

The Fragile [1]

"I’ve set a Billboard Record: Biggest drop from no.1 ever. Do I get a plague for that?"
T.R.

NIN <the day the world went away> halo_thirteen        NIN <the fragile> halo_fourteen        NIN <we're in this together> halo_fifteen        NIN <things falling apart> halo_sixteen



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