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Kein Schreibfehler. Auch keine weitere Rückkehr des muskelbepackten Sly aus dem Vorruhestand. "Son Of Rambow" ist einfach nur ein charmant amüsanter Nostalgietrip... "childhood magic on film".

Son Of Rambow: Will Poulter - Bill Milner

Ob nun positiv oder negativ, sei dahingestellt. Fakt ist, dass sich Sylvester Stallone mit seinen zwei zweifelsohne bekanntesten Rollen einen Platz in der Filmgeschichte gesichert hat. Wenigstens was die Siebziger und Achtziger betrifft. Es begann 1976 mit dem ersten Teil des dreifach Oscar-prämierten "Rocky", welcher in den folgenden 14 Jahren vier Nachfolger abwarf und erst 2006 als "Rocky Balboa" wiederbelebt wurde. Nach der dritten "Rocky"-Folge (1982) schlüpfte Stallone dann erstmals in die Rolle des Vietnamveteranen John J. Rambo. Der Titel des Films: "First Blood". Hierzulande schlicht “Rambo“. Man kann über die dreiteilige Serie - Anfang 2008 gab es nach 20-jähriger Pause den Nachschlag "John Rambo" - meckern, was man will, "First Blood" ist inmitten seiner Spezies - im Gegensatz zu seinen fragwürdigen Nachfolgern - definitiv kein schlechter Film. Ein Zitat aus dem "Lexikon des internationalen Films": "Perfekt inszenierter, harter und spannender Actionfilm mit einigen interessanten Ansätzen zur Aufarbeitung amerikanischer Vergangenheit."

Auch wenn das W im Filmtitel doch etwas stutzig macht, so assoziiert man mit "Son Of Rambow" auf den ersten Blick zweifelsohne ein weiteres - womöglich generationsübergreifendes - Wiederaufwärmen des "Rambo"-Themas. Dem ist natürlich nicht so. Handelt der Stoff dieser augenzwinkernden Filmkomödie doch vielmehr von einer turbulente Bubenfreundschaft. Zu einer Zeit, wo eben auch "First Blood" in den britischen Kinos lief. Und der ausgebuffte Videopirat Lee (Will Poulter) dem strenggläubig erzogenen Will (Bill Milner) zu seinem ersten Filmerlebnis verhalf, folglich auch zum darauf basierenden selbstgedrehten Actionfilm verleitete. Kurz: Zwei Kids machten einen auf "Rambo". Für humorlose Vertreter jenes allseits bekannten Kinohelden Grund genug "Son Of Rambow" mittels Rechtsstreit längere Zeit auf Eis zu legen. Nur gut, dass man sich schlussendlich einigen sollte. Weil jenes W im Filmtitel hinzugefügt wurde. Auch, weil Stallone das Okay gab, dass "sein" Rambo ein bisschen durch den Kakao gezogen werden durfte.

Der ehemalige Videoclip-Regisseur Garth Jennings lieferte erst vor drei Jahren sein Spielfilm-Debut ab. Ein vielbeachtetes, handelt es sich bei "The Hitchhiker's Guide To The Galaxy" doch um die Verfilmung von Douglas Adams’ gleichnamigen Kultbuch aka "den erfolgreichsten Reiseführer für intergalaktische Tramper". Was auch immer die Hardcore-Fans daran zu nörgeln hatten, gelungen ist ihm damit eine irrwitzige Kombination aus Klamauk und Old-School-Sci-Fi. Eine Handschrift, die auch bei "Son Of Rambow" klar erkennbar blieb. Auch wenn die Zukunft durch die Vergangenheit ersetzt wurde, verarbeitete der 36-jährige Brite diesmal doch seine Kindheitserlebnisse des Filmemachens mit Camcorder. Ungeachtet dessen ist dabei ein ebenso einfallsreicher und spaßiger Streifen herausgekommen. Wenn auch um einiges nostalgiebehafteter. So eine Art Hommage an Amateurfilmer, kindliche Fantasie und Freundschaft. Ebenso wie an längst vergangene Zeiten. An die Achtziger-Jahre, ein Jahrzehnt wesentlich besser als sein Ruf. Man beachte die unzähligen Querverweise, egal ob nun Film, Musik oder Kleidung. "Wild boys never lose it. Wild boys never chose this way. Wild boys never close your eyes. Wild boys always shine."

Son Of RambowSon Of Rambow
Regie: Garth Jennings.
Mit Bill Milner, Will Poulter, Jules Sitruk.
03.10.2008


[sonoframbow.co.uk] [imdb.com]

[Review: The Hitchhiker's Guide To The Galaxy - Regie: Garth Jennings]

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