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Die feinen Kleinen. Eine Liste mit den Ohrwürmern 2006. Oder einfach nur jene Songs, mit denen man die eine oder andere Erinnerung verbindet. Kurz: Die 20 Singles des Jahres.

[20] Badly Drawn Boy: Nothing's Gonna Change Your MindBadly Drawn Boy
Nothing's Gonna Change Your Mind

Die freakigen Zeiten scheinen vorüber. Stattdessen setzt der Mann mit der Wollmütze auf eine schön epische Schmalzballade, wie gemacht für Mainstream-Radio und Charts. Nicht gerade das Maß an Tiefgründigkeit, klingt aber trotzdem ganz bezaubernd.

[19] Midlake: RoscoeMidlake
Roscoe

Das texanische Quintett ist bestrebt zeitlose Klassiker zu schreiben. Ein solcher ist ihnen auch gelungen. Einfach wunderbar, dieses sanft klagende "Roscoe". Diesen herrlich unspektakulären Siebziger-Jahre-Folk-Rock-Klon muss man einfach mögen.

[18] The Rapture: Get Myself Into ItThe Rapture
Get Myself Into It

Die Zutaten sind dieselben wie 2003, nur wirkt das Ganze nicht mehr so aufgekratzt und hysterisch, mehr "laid back". Das Saxofon sorgt sogar für einen gewissen Jazz-Vibe. Doch keine Sorge, das Zeug zum Club-Hit hat die Nummer trotzdem.

[17] OK Go: A Million WaysOK Go
A Million Ways

Das Video muss man gesehen haben. Den Song muss man gehört haben. Beides genialst. Vor allem gemeinsam. "A Million Ways" entwickelte sich zum Selbstläufer im Internet. Besser als "Praise You" von Fatboy Slim. Wer hier nicht mitwippt, ist selbst schuld.

[16] The Strokes: You Only Live OnceThe Strokes
You Only Live Once

"Schlichtweg genial. Ein anbetungswürdiges Riff. Typisch The Strokes, aber doch irgendwie neu. [...] Besser waren sie nie. Nicht einmal vor vier Jahren." Schon Anfang des Jahres war mir klar: Das ist es. Der Song von Casablancas & Co.

[15] Guillemots: Made Up Lovesong #43Guillemots
Made Up Lovesong #43

Die Multi-Kulti-Band um Sänger/Songwriter Fyfe Dangerfield hat spätestens mit dieser wunderbar catchy Single mein Herz gewonnen. Kann man sowohl der Indie-Fraktion zuordnen als auch im Mainstream-Radio/Fernsehen zu Ohren bekommen.

[14] Justice Vs Simian: We Are Your FriendsJustice Vs Simian
We Are Your Friends

Der lange Weg zur Indie-Dancefloor-Hynme: 2002 erscheint das Original auf dem zweiten Simian-Album. 2003 dann der Remix des französischen Duos. Weitere drei Jahre sollte es bis zum entgültigen Durchbruch dauern. We! Are! Your Friends! Come On!

[13] Hope Of The States: Sing It OutHope Of The States
Sing It Out

Die Achtziger lassen grüßen. Man beachte die typischen New-Wave-Gitarren. Dazu den karg-monotonen Rhythmus. Ein äußerst scharfsinniger Song, noch dazu mit einem dieser Herzschmerz-Refrains ausgestattet. Die frühen U2 mit einer Prise Joy Division.

[12] The Raconteurs: Steady, As She GoesThe Raconteurs
Steady, As She Goes

Jack White ging fremd. Anstelle von Meg machte er 2006 mit drei Typen rum. Ihre erste Single hatte reichlich wenig mit der Schroffheit der White Stripes zu tun. Kein Blues. Dafür umso mehr Pop. Poppiger geht es eigentlich kaum noch.

[11] Dirty Pretty Things: Bang Bang You're DeadDirty Pretty Things
Bang Bang You're Dead

Der andere Libertine. Der Professionellere. Der Gesündere. Der Sympathischere. "Bang Bang You're Dead" ist ein simpler Gitarren-Rocker. Unwiderstehlich hingerotzt. Wunderbar catchy. So richtig schön Punk-Rock-like. Da bleibt Doherty nur das Nachsehen.

[10] Peter Bjorn And John: Young FolksPeter Bjorn And John
Young Folks

Der Indie-Sommerhit 2006. Noch dazu aus dem hohen Norden. Von dem schwedischen Trio mit dem merkwürdigen Namen. Feinster Indie-Pop, so eine Art hippieskes Singalong, mit beschwingtem Beat und fröhlichem Pfeifen. Ein Ohrwurm durch und durch.

[09] Director: ReconnectDirector
Reconnect

Die Debut-Single des Quartetts aus Dublin. Beste britische Pop/Rock-Musik. Nicht ganz so schmalzig wie Coldplay. Nicht ganz so rockig wie die Editors. An Letztere fühlt man sich vor allem aufgrund der Stimme erinnert. Eindringlich, melodisch, mitreißend.

[08] Naked Lunch: Military Of The HeartNaked Lunch
Military Of The Heart

"Eine leidenschaftliche Hymne an der Schwelle zum Wahnsinn. So würden wohl Arcade Fire klingen, versuchten diese sich an "Bitter Sweet Symphoniy" von The Verve." Positive Stimmung, überschwängliche Euphorie. Wie unglaublich schön.

[07] Hot Chip: Boy From SchoolHot Chip
Boy From School

Einerseits treibende Disco-House-Beats. Andererseits zärtlicher Gesang, der daraus fast schon eine Herz-Schmerz-Ballade macht. Allerdings eine in lupenreiner Elektro-Pop-Manier. Die perfekte Überlauf-Nummer für den genervten Pet Shop Boys-Fan.

[06] Arctic Monkeys: When The Sun Goes DownArctic Monkeys
When The Sun Goes Down

Die Band des Jahres. Dabei klaut sich der blutjunge Sheffield-Vierer doch einfach nur durch die Retro-Landschaft. Der Unterschied: Sie lassen dabei auf wunderbar unbekümmerte Art einer fulminanten Single die nächste folgen. "What a scummy man..."

[05] Yeah Yeah Yeahs: Gold LionYeah Yeah Yeahs
Gold Lion

Zuerst war da der Remix. Genauer: Diplo's Optimo Remix. Mit fetten Beats. Und Karen O als freaky Mickey Mouse. Wunderbarst. Das Original ist anders, bleibt aber trotzdem der bislang poppigste Song der Band. Eingängig und unverschämt bissig zugleich.

[04] Justin Timberlake: My LoveJustin Timberlake
My Love

Noch besser als "SexyBack". Die Erfolgsformel: Timbaland zaubert und Timberlake macht uns den Michael Jackson. "My Love" ist ein eingängiger, dabei aber nicht minder innovativer Club-Hit, der noch dazu groovt wie Hölle. So muss Pop-Musik von heute klingen.

[03] Thom Yorke: Harrowdown HillThom Yorke
Harrowdown Hill

Die erste Radiohead-Single ohne Radiohead. Es beginnt mit einem stoischen Gitarrenriff, das sich nahtlos mit ambienten Synthie-Teppichen und dezenten Laptop-Beats vermischt. Dazu dieser herzzerreißende Gesang. Unverfälscht, direkt, beklemmend.

[02] Muse: Supermassive Black HoleMuse
Supermassive Black Hole

Das war anfangs schon merkwürdig. Man fühlte sich an Prince erinnert. Manche haben sogar Britney Spears rausgehört. Wie auch immer. Der Groove lässt Ärsche wackeln. Die Gitarren rocken gnadenlos trashig. Die Eunuchenstimme sorgt für Gänsehaut.

[01] Gnarls Barkley: CrazyGnarls Barkley
Crazy

Soul meets Disco im Stil der Siebziger. Raffiniert mit Streichern und House-Beats angereichert. Schlichtweg genial. "Das wird so groß, dass es bald nerven wird." Nichtsdestotrotz: Ein All-Time-Classic. Das hört man noch in 50 Jahren.

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